Baby & Kids Family Kolumne

Kolumne: Wo ist bloß die Zeit geblieben?

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Hier bin ich und das ist endlich mal wieder ein ganz persönliches Lebenszeichen von mir. Es ist längst überfällig, dass ich mich mit einer neuen Kolumne bei Euch melde und ehrlich gesagt schlummerte der Post längst schon in den Entwürfen, doch mir fehlte ein Funken Antrieb diese persönlichen Zeilen zu schreiben. In zwei Tagen wird meine Tochter acht Monate alt und die vergangenen Wochen sind wie im Flug vergangen. Die Zeit ist gerast und wir haben so viel erlebt. Ich hätte niemals gedacht, dass sich in acht Monaten so viel verändern kann und auch wenn augenscheinlich alles beim Alten ist, ist doch wahnsinnig viel passiert. Meine letzte Kolumne ist eine gefühlte Ewigkeit her und wenn ich die letzten Sätze lese, kann ich mich nur zu Gut an das Gefühlschaos erinnern, dass zu dieser Zeit in mir herrschte. Aber fangen wir mal nochmal von vorne an.

Nachdem Leni auf die Welt gekommen ist war absolut nichts mehr, wie es war. Es war alles anders und doch so viel schöner. Aber auch so viel anstrengender. Und abgesehen von der Aufregung, die die ersten Wochen mit sich brachten, hatten wir noch die ein oder anderen Turbulenzen zu überbrücken. Ich fühlte mich von Anfang an wie ganz selbstverständlich als Mama und meine Liebe zu Leni wuchs bis zum heutigen Tage, Tag für Tag, immer mehr. Die ersten Monate waren einfach verrückt und anstrengend. Und ich hatte mir vieles so viel anders vorgestellt. Dazu kam eine geballte Portion Unsicherheit, mit der ich erstmal umgehen musste. Denn trotzdem ich mich selbst glücklich als Mama fühlte, musste ich es allen anderen irgendwie erstmal beweisen. Zumindest hatte ich das Gefühl. Und das war gar nicht so leicht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und die perfekte Mutter sowieso nicht. Aber wie das alles funktioniert, musste ich einfach erstmal lernen. Es gibt nicht das perfekte Verhalten und den idealen Schlafrythmus und genauso wenig perfekte Babys, wie perfekte Eltern.

Heute weiß ich, dass jedes Elternpaar irgendein Problem mit ihrem Säugling oder Kind hat und wenn nicht gleich zu Anfang, dann eben später. Unsere Babys sind genauso unterschiedlich und eigen wie die Leben, die wir vorher führten und so bringt es überhaupt nichts, Kinder mit anderen zu vergleichen. Dazu kommt das unterschiedliche Empfinden der Menschen und der unterschiedliche Umgang mit Stresssituationen. Während es Mütter gibt, die für alles eine Erklärung haben, gehörte ich zu jener Spezies die fast immer ratlos waren. Die erklärende Mutter wirkt nach außen hin natürlich immer viel kompetenter und schlauer, als die, die zugibt, dass sie nicht weiß, warum ihr Kind schreit. Heute bin ich mir sicher, dass auch die Erklärbär-Mamas unwissend sind. Aber sie reden es sich anders ein und das macht es einfach leichter. Ob das Kleine wirklich Bauchschmerzen hat und die sagenumwobenen Dreimonatskoliken? Wer weiß das schon. Wenn ich heute gefragt werde, warum meine Tochter schreit erwische ich mich selbst dabei, wie ich irgendeine Antwort parat halte. „Sie ist müde“, begegne ich vielleicht selbstsicher und betont. Das klingt einfach besser als „Naja eigentlich hat sie vorhin geschlafen, aber dann ist sie zu früh aufgewacht und hatte hunger und nun weiß ich nicht, ob sie müde ist, oder Verstopfung hat, aber vielleicht zahnt sie auch oder sie hat Luft im Bauch“. Das interessiert im Übrigen eh niemanden. Die meisten Fragen rund ums Baby werden sowieso nur gefragt, um irgendwas gefragt zu werden. „Schläft es durch?“, „Hast du abgestillt?“, „Sagt es schon Mama?“, „Krabbelt es schon?“ – Who cares? Wenn du sämtliche Fragen mit „Nein“ beantwortest stehst du verdammt beschissen da und dein Baby auch. Am Ende fällt es aber irgendwie auf dich zurück. Dabei ist es im Grunde sowas von egal. Und du kannst trotzdem eine hervorragende Mama sein und ein noch hervorragenderes Baby haben.

Wie gesagt, das musste ich erstmal alles lernen. Und das brauchte seine Zeit. Und ich bin daran gewachsen. Und darüber bin ich ausgesprochen froh.

Leni war von Anfang an ein temperamentvolles Kind. Mit anderen Worten kann ich sagen, dass sie nicht ganz so wenig geschrien hat. Neben den allabendlichen Schreistunden waren auch die Tage extrem Wechselhaft und erst im Alter von drei Monaten wurde bei Ihr eine Kuhmilch- und Eiallergie festgestellt, die sich durch Neurodermitis äußerte. Dieser Zustand führte zu unruhigen Nächten und Tagen und erst eine Kuhmilch- und Eidiät meinerseits (weil ich gestillt habe) und die Therapie bei einem Heilpraktiker haben uns nach langen und anstrengenden Monaten etwas mehr Ruhe gebracht und Leni wesentlich ausgeglichener und fröhlicher gemacht.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mit dem heutigen Wissen sagen, dass die ersten Monate wirklich anstrengend waren. Wir haben einfach keinen Rhythmus in unseren Tag bekommen, Leni hat sehr wenig und immer nur kurz tagsüber geschlafen, war quengelig und anhänglich, hat abends geschrien. Es sei denn, ich war mit ihr unterwegs. Und deshalb war ich viel mit ihr unterwegs. Und deshalb hatten wir einen keinen Rhythmus. Und so weiter und so fort. Leider ist man hinterher immer erst schlauer und inzwischen weiß ich, dass wir viel früher einen festen Rhythmus hätten finden müssen und da sie selbst sehr unruhig war, hätte ich ihr dabei helfen müssen. Ich hätte ihr einen vorgeben müssen. Zumindest würde ich es heute probieren. Ob es geholfen hätte, weiß ich nicht. Denn wir beide waren tatsächlich ganz neu auf dem Gebiet. Ich, das erste mal Mutter und Leni, das erste mal auf der Welt. Wer von uns beiden sollte also wissen, wie das jetzt so richtig funktioniert? So brauchten wir einfach unsere Zeit, bis wir uns zum Ende des vergangenen Jahres richtig gut eingestellt haben. Und heute kann ich mit Gewissheit und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein sagen, dass wir beide ein verdammt gutes Team sind. Was haben wir nicht schon alles erlebt, wo sind wir nicht schon überall gewesen. Wir haben einfach alles ausprobiert. Learning by doing, das war unsere Devise.

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Vielleicht hat uns gerade dies so sehr zusammengeschweißt. Dieses Gefühl, wie Bonny & Clyde, dass ich schon hatte, als du in meinem Bauch warst. Du und ich, gegen den Rest der Welt. Das fühle ich nun jeden Tag, wenn ich die Augen aufmache und von deinen kleinen Fingern in meinem Gesicht geweckt werde. Wenn ich in deine blauen Augen sehe und dein verschmitztes Lachen höre. Wenn du dich an mir fest hältst, wenn ich dich auf dem Arm trage. Wenn du die Arme nach mir ausstreckst, weil ich dich hochnehmen soll. Wenn wir so daliegen und vor uns hin träumen und du deinen Kopf auf meine Schulter legst. Wenn du kleiner Tagträumer genauso abwesend aus dem Fenster schaust wie ich und die Blätter an den Bäumen beobachtest. Wenn du manchmal zickig und traurig bist, wenn du im nächsten Moment aber wieder bis über beide Ohren strahlst und dich über irgendetwas köstlich amüsieren kannst. Wenn du dich nachts bei mir einkuschelst und deinen Kopf unter meinem Arm versteckst. Dann habe ich dieses Gefühl, dass mächtiger ist als alles, was ich jemals in meinem Leben erlebt habe. Dieses unbändige Vertrauen, Glück und Zuversicht, dass hoffentlich immer alles gut werden wird. Die Hoffnung, dass wir immer zusammen sein werden und die unbändige Liebe, die ich noch nie zuvor gefühlt habe. Dazu kommt eine gehörige Portion stolz, dass du wundervolles Mädchen meine Tochter bist und dass ich dich gemeinsam mit deinem Papa nun großziehen werde. Dass ich nun Mama bin, deine Mama und ich der Meinung bin, dass ich eine gute Mama bin. Dieses Gefühl ist so atemberaubend und unfassbar toll, dass selbst die stärksten Worte meines Wortschatzes nicht beschreiben, wie großartig es ist, du bist, wir sind!

Heute ist es so toll Mama zu sein. Und ich hätte nicht gedacht, dass es noch toller werden kann, denn ich habe es auch als toll empfunden als ich schlaflos und alles so anstrengend war. Ich habe es immer als toll empfunden und ich war immer glücklich, jeden Tag. Und allein das ist etwas, was ich vorher noch nie erlebt habe. Ich habe auch die anstrengenden Wochen im Nachhinein genossen und ich möchte keine Erfahrung missen. Und was rede ich, es sind ERST acht Monate vergangen und es wird noch so unglaublich viel Spannendes geschehen.

Wenn mich jemand fragt ob ich es je bereut habe Mama geworden zu sein, dann kann ich das voller Glück verneinen, jeden Tag. Und ich hatte wirklich ein kleines bisschen Schiss, dass es anders sein könnte. Wenn mich jemand fragt wie es ist, Mutter zu werden, dann sage ich, dass es das krasseste auf der Welt ist. Und jeder Mensch, der nicht erlebt Eltern zu werden verpasst das großartigste Erlebnis, dass die Natur für uns geschaffen hat. Es ist das einzige Wunder, dass es noch auf dieser Welt gibt, dass es nicht mit Geld zu kaufen gibt, dass nicht begreifbar und total abgefahren ist. Und doch kann ich jeden, der sich dagegen entscheidet ein Stück weit nachvollziehen, denn es ist eine riesengroße Herausforderung und was man nicht kennt, kann man nicht missen.

Ich möchte es nie wieder missen. Ich möchte dich nie wieder missen. 

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10 Comments

  • Reply
    Laura
    24. Februar 2016 at 23:04

    Liebe Anne,
    ich finde mich haargenau in deinem Beitrag wieder. Muttersein ist das Schoenste und man will es nicht mehr missen – auch wenn man oftmals unsicher ist oder an seine Grenzen stößt!

  • Reply
    Jacqueline
    25. Februar 2016 at 00:04

    Wunderschön geschrieben, dass mir die Tränen kamen.

    Alles Liebe weiterhin für Euch ❤️

  • Reply
    Stine
    25. Februar 2016 at 09:18

    Hey Süße, in der Tat, dieser Post war längst überfällig. Und er trifft mitten ins Herz. Denn genau so ist es, wunderschön und anstrengend und aufregend und jeden Tag neu! Die beste Entscheidung des Lebens – für das Leben!

  • Reply
    Regina
    25. Februar 2016 at 10:09

    Liebe Anne

    So ehrliche, warme und wahre Worte. Ich glaube dein Glück MIT und deine Liebe FÜR Leni förmlich spüren zu können. Natürlich auch und gerade weil ich seit 9 Monaten selbst Mama von Marit bin. Allerdings und ich MUSS das einfach loswerden, kann es wirklich wirklich wirklich auch anders sein. Unser Kind, kam ruhig auf die Welt, hatte bis zum heutigen Tag einfach NICHTS. Keine Kolliken, keine Abendschreierei, kein Fremdeln, keine Zahnprobleme, keine Stillprobleme, nahm abgepumpte Milch ebenso wie Schoppen, kein Ausschlag, keine Verdauungsprobleme, keine Einschlafprobleme, keine Durchschlafprobleme, die Nächte an denen ich mehr als 1 mal auf musste ( nach dem sie 7 Wochen alt war gezählt) kann ich an einer Hand abzählen. ; NICHTS. Es ist uns MEHR als klar, dass dies einfach ein grosses Glück ist und SIE so auf die Welt kam, und wir da gar nicht so wahnsinnig viel dazu beitragen konnten und es auch nicht unser Verdienst ist und wir die superduper Eltern. Wir sind so überrascht. Aber bei all diesen Geschichten können wir noch immer nicht mitreden. In der Tat, sie wird immer aktiver und hat ihren Kopf und zum guten GLÜCK, ist auch sie wütend wenn sie den Kopf anschlägt oder etwas nicht erreicht usw. TROTZDEM musste ich mich oft rechtfertigen, weil ich sehr schnell reagiere wenn sie etwas hat ( da sie nie weinte ausser bei den Impfungen) bin ich natürlich sehr auf Zack wenn sie dann sonst mal weint. UND ich wurde dann auch oft als ja du bist halt die „perfekte Mutter“ dargestellt; was ich erstens gar nicht sein will- wie langweilig und zweitens definitiv so wie alle anderen auch nicht bin.

    Wieso ich dies schreibe? Weil ich möchte, dass alle wissen, dass es SO oder SO sein kann. Und ja das mag stimmen, alle Elternpaare haben oder werden ihre Probleme haben ABER es war nie toll, wenn man das Gefühl bekommt, jaja redet ihr dabei ist es doch ganz anders. NEIN, war es in unserem Fall wirklich nicht.

    Ich hätte mir manchmal gewünscht „jammern“ zu können, damit ich „dazugehöre“, das klingt unheimlich aber war so. Inzwischen weiss ich, dass ich auch so sorglos und frei wie ich bin, ebenso eine gute Mutter bin und einfach ein unheimlich pflegeleichtes Baby habe/hatte. Die Nadel im Heuhaufen.

    Wer weiss vielleicht wird euer zweites, drittes so und vielleicht kann ich mit mehreren Kindern dann auch mal mitreden.

    Die Wahrheit und Mehrheit trifft sich meistens irgendwo in der Mitte.

    Jedenfalls, bin ich Fan von dir. Ich finde, dass du eine wunderbare Kombination an Talenten, Leidenschaften und jede Menge Herz hast, die du auf sehr sinnvolle Weise nutz. Es gelingt dir mit Leichtigkeit deine neue Rolle auch hier einzubauen und doch bist du ganz du. Mit soviel mehr Liebe.Weiter so.
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz

  • Reply
    Regina
    25. Februar 2016 at 13:40

    Liebe Anne

    Bei vielen deiner Worten kann ich dir nachfühlen, wurde auch ich vor 9 Monaten das erste Mal Mutter. Deine Liebe für Leni, springt einem durch die Zeilen förmlich an!

    Ganz toller Post. WIE WAHR! Oh ich mag das Vergleichen auch überhaupt nicht, dazu kommt dass gerade Mütter untereinander ein bissl mehr Toleranz üben sollten. Aber da wird man dann so richtig zerfleischt. Jede weiss es noch etwas besser. Es gibt kein Richtig oder Falsch nur anders. Dies sollten sich viele mal zu Herze nehmen.

    Ich kann nicht alle Erfahrungen mit dir teilen und wir hatten/ haben die Nadel im Heuhaufen. Marit ist unendlich ruhig, zufrieden, einfach. Wir hatten wirklich noch gar keine Probleme…WIRKLICH. Leider musste ich mich sogar dafür auch oft rechtfertigen….es gab Zeiten da hab ich mir gewünscht ich könnte mit „jammern“ oder auch mal sagen bhuuu diese Nächte. Man hat mir dann einfach vorgeworfen, dass ich nicht ehrlich bin. Das ist dann ganz und gar nicht toll. Es ist doch auch HUNDEwurst wie wer was macht, jede Mama macht für sein Baby das Richtige. Und solange man da ist, ist alles gut.

    Ich muss noch anhängen, dass SIE so auf die Welt kam und es ihr „Charakter“ ist und nicht weil wir unheimlich grandiose Eltern sind. Wir wissen, dass wir ein grosses Glück haben und es nicht unser Verdienst ist.

    Dir wünsche ich, dass die Liebe weiter wächst, und das wird sie!
    Du bist eine unheimlich inspirierende Frau, die es weiss ihre Talente und Leidenschaften zu verbinden und daraus auch noch etwas Sinnvolles entstehen zu lassen.

    Alles Liebe.

  • Reply
    Juli
    25. Februar 2016 at 14:26

    Gestern schon bei Snapchat den Werdegang des Posts verfolgt und nun sehr gern gelesen! „You speak my mind“…als selbst Mama einer (inzwischen 6jährigen Tochter), empfinde ich genauso! Insbesondere der letzte Teil gefällt mir sehr…ich finde auch es ist ein riesen Abenteuer – dieses Elternsein! Bin sehr froh, dass erleben zu dürfen. Dennoch ist es auch eine riesen Herausforderung und Veränderung , die vielleicht nicht jeder bereit ist zu gehen. Trotzdem: wenn man mich fragt; werde ich sagen: „musst du machen, dieses Kinderkriegen…ist ungeheuer toll“…allein schon wegen der bedingungslosen Wahnsinnsliebe die man da plötzlich empfindet. Freue mich auf mehr Kolumnen :)

  • Reply
    Nina
    25. Februar 2016 at 20:06

    Wunderschöner Kommentar. Eine Liebeserklärung! Bei so viel Emotion darf dann auch mal die Rechtschreibung leiden….;-)

    • Reply
      Anne
      26. Februar 2016 at 15:13

      Ohje, sollte sie eigentlich nicht – sorry. Ich werde nochmal gegenlesen, bei Gelegenheit. IM Schreibfluss passieren leider häufiger Fehler, okay ist es dennoch nicht.

  • Reply
    Katarina Ahlsson
    26. Februar 2016 at 00:52

    Liebe Anne, das ist wirklich ein ganz wundervoller Text, aus dem so viel Reflexion und noch viel mehr Liebe spricht.

    Ich fand es schon in deinen früheren Kolumnen sehr sympathisch, in denen du beschriebst, dass du die vielen Veränderungen, die mit deinem neuen Lebensabschnitt gekommen sind, zum Teil so nicht erwartet hattest. Und dass man auf einmal nicht mehr nur noch für sich selbst verantwortlich ist, was einem vorher vielleicht gar nicht in dem Ausmaß bewusst war.

    Ich finde es so zauberhaft zu lesen, dass dein Leben dich richtig glücklich macht. Mehr kann man sich doch gar nicht wünschen!

    Katarina x

  • Reply
    Anne
    26. Februar 2016 at 22:17

    Liebe Regina, vielen lieben Dank für deinen ausgesprochen ehrlichen und was mich betrifft, lieben Kommentar und 1000 Dank für das Kompliment – das geht runter wie Öl!

    Ich kann auch deine Sicht der Dinge zu 100% verstehen. Und ja, ich denke auch, dass es sicher eine Menge Glück ist und sicher auch ein bisschen Urvertrauen und Ruhe, die man auf sein Kind ausstrahlt. Aber am Ende ist es sicher höhere Macht und ich kann mir vorstellen wie missgünstig und neidisch sich andere Eltern dir gegenüber verhalten haben. Ich glaube da spiegelt nur wider, dass es eigentlich keine Perfektion gibt. Und sicher bin ich heute zB schon etwas abgehärteter durch die Erfahrungen die ich gemacht habe und andere vielleicht nicht.
    Bei mir gab es im Umfeld auch eine Menge Mamas und Babys bei denen es total easy war. Ich habe mich deswegen immer etwas unwohl gefühlt. Entweder, weil ich das Gefühl hatte, alle anderen denken, ich jammere nur und es ist in Wirklichkeit gar nicht so schlimm. (Denn wenn ich mit Leni unterwegs war, war auch immer alles halb so schlimm) oder, weil ich dachte es liegt irgendwie an mir, schließlich kriegen es alle anderen so easy hin.
    Ich habe gelernt, dass man als Mama unheimlich viel Selbstvertrauen und ein dickes Fell bekommen muss, um den unausgesprochenen Kampf unter Eltern (das sind einfach die schlimmsten) ganz locker wegzustecken.
    Ob man nun verhasst ist, weil das Kind so easy ist oder ob über einen gelästert wird, weil man irgendetwas nicht hinbekommt – so oder so, die Leute reden immer, und kompensieren damit am Ende die eigenen Fehler und erfüllten Wünsche.
    Ich versuche mir das immer vor Augen zu führen und dann klappt das ganz gut :-)

    Ich wünsche Euch von Herzen alles Liebe und weiterhin eine schöne und entspannte Zeit mit Eurem kleinen Glück!
    LG Anne

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