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Eine Lebensmeldung und wie es mir ergangen ist..

Ihr Lieben, ich wünsche Euch ein glückliches neues Jahr 2018. Es ist ein geschlagenes Jahr her, dass ich mich hier das letzte Mal zu Wort gemeldet habe und ich muss gestehen, dass ich etwas aus der Übung bin, deshalb verzeiht mir bitte Formfehler und Gedankensprünge.

Gestern Abend lag ich, wie so oft, schlaflos im Bett und in meinem Kopf kreisten die Gedanken. Wie ein Blitz kam mir in den Sinn, dass ich unbeschwert in das neue Jahr starten möchte und dafür noch einige Kapitel aus meinem Leben abschließen, oder nennen wir es bei Seite legen muss. Eines dieser Kapitel, ist dieser Blog, Les Attitudes.

Dies ist kein Abschied für immer und auch keine Abrechnung mit der Bloggerwelt. Es ist was auch immer, eine lang ersehnte Auseinandersetzung mit dem, was mich viele Jahr so intensiv begleitet hat.

Aber fangen wir vielleicht mal von vorne an. Diese Reise startete 2008 in einer Umbruchszeit. Ich beendete meine Ausbildung, bewarb mich für Studienplätze und hegte einen inneren Konflikt. Die Liebe hielt mich an meiner Heimatstadt fest, wobei festhalten dramatischer klingt als es sich anfühlte. In mir war jedoch der Drang und der Wunsch und die Sehnsucht nach der hiesigen Modewelt. Das war es, was mich immer berührte, wofür mein Herz schlug, was mich inspirierte. Da Braunschweig keine Modemetropole ist und eine Fernbeziehung für mich nicht in Frage kam entwickelte sich ein Kompromiss. Ich begann ein Medienmanagement Studium und zeitgleich einen eigenen Modeblog. Das war etwas, was mich zu dem Zeitpunkt selbst faszinierte, das Medium Blog. Und so wurde mein eigener Blog Les Attitudes mein Sprachrohr in der Modewelt und meine kleine Insel in der Kleinstadt, in der ich lebe. Auf diesem Blog beschäftigte ich mich mit allem, was mich irgendwie interessierte und nach den laienhaften Anfängen wurde der Blog doch relativ bekannt. So bekannt, dass ich im Januar 2009 das erste mal die Berliner Fashion Week besuchen durfte. Und das war für mich groß, ganz groß. Plötzlich gab es einen neuen Weg zur Modebranche, einen Einblick den man eigentlich erst mit Berufserfahrung erhält. Zu der Zeit gab es, und das war wirklich so, vielleicht zwei oder drei Hände voll Modeblogger. Man kannte sich, man las einander und man wurde immer mehr zu einer eigenen kleinen Spezies, der Modeblogger. Dieses Hobby, und es war zu dem Zeitpunkt wirklich nur ein unheimlich zeitintensives und aufregendes Hobby, entwickelte sich innerhalb der dreieinhalb Jahre meines Studiums zu etwas, mit dem man Geld verdienen konnte. Und so entschloss ich mich nach dem Studium diesen Weg erstmal weiter zu gehen, als Freelancer im Bereich Marketing und Social Media.

Ok, ihr kennt mich, ich hole immer aus. Warum ich euch das erzähle ist, weil ich verdeutlichen will wie wertvoll und wie bedeutend dieser Blog für mich ist. Les Attitudes hat mein komplettes Leben verändert. Heute, wo fast jeder Instagrammer ein Influencer ist oder sein möchte, klingt es vielleicht niedlich, aber für mich war dieser Blog einfach alles, was ich mir erträumte. Ich muss dazu sagen, dass ich von Anfang an eher eine ältere Generation der Blogger abbildete. Ich werde demnächst 32, begann mit dem Bloggen vor geschlagenen zehn (!!!) Jahren. Ich komme aus einer Generation, in der ich Hörspielkassetten hörte und mit fünfzehn mein erstes Handy bekam, ein Alcatel. Dass ich durch eine eigene Internetseite plötzlich irgendein Teil der Modebranche war, war einfach so WOW!

Mit dem Blog verwirklichte ich mich selbst und trotzdem konnte ich mich nie zu 100% darauf einlassen. Ich erlebte unheimlich viele tolle Reisen, Events, Fashion Shows und tolle Projekte. Ich drehte Videos, hatte Fotoshootings, durfte Schaufenster dekorieren, war in irgendwelchen Zeitschriften und lernte unheimlich viele, tolle Menschen kennen. Aber irgendwie fehlte mir immer der Stolz. Ich war chronisch unzufrieden. Denn es gab immer immer mehr Blogger und auch immer bessere Blogger. Es gab schönere, jüngere und erfolgreichere und es war einfach aussichtslos für mich irgendwann einmal den Status Quo „Zufriedenheit“ zu erreichen. Jeder Tag an dem nichts gepostet wurde, war ein verlorener Tag und zu jeder Tageszeit konnte ich andere verfolgen die vielleicht gerade mehr posteten und besser waren. Dieser ewige Vergleich und unausgesprochene Konkurrenzkampf hat mich einfach gelähmt, richtig gelähmt. Sodass all die Freude, die mir das Bloggen bereitet hat irgendwie verloren gegangen ist. Oder sagen wir besser, die Freude war da, aber die Unzufriedenheit und die Zweifel auch. Jeden Tag.

Es gibt eine Schlüsselsituation, an die ich mich nur allzu gut erinnere. Ich saß im Flugzeug und kam von irgendeinem Event. Ich war schwanger und 29 Jahre alt. In den Händen hielt ich die VOGUE Business mit einem Spezial über Frauen die gerade einmal 30 und erfolgreiche Unternehmerinnen waren. Ich erinnere mich, dass mir bewusst wurde, dass ich das auch möchte. Dass ich etwas erreichen möchte. Etwas für das andere sagen, dass es toll ist, was ich erreicht habe. Ich wollte nicht eine von vielen sein, ich wollte etwas eigenes, besonderes machen. Und gleichzeitig war mir klar, dass ich das mit dem Blog niemals erreichen werde. Die einzig wahre Bloggerin in Deutschland ist und bleibt für mich Jessica Weiß. Sie ist jemand, die ganz großes geschaffen hat. Daneben gibt es viele tolle Blogger, auch viele die ich persönlich kenne und auch sehr schätze und weiß, wie hart sie für ihren Traum arbeiten. Aber die meisten sind einfach einige von vielen. Und damit möchte ich niemandem zu Nahe treten, aber die wenigstens Blogger werden in die Geschichte eingehen, meiner Einschätzung nach.

Nun gut, ich schweife wieder ab. Wer sich nicht für meine persönliche Geschichte interessiert ist eh schon längst ausgestiegen, von daher darf ich jetzt auch ausholen.

Kommen wir zurück zu dem besagten Flug, mir war klar, dass ich kurz vor meinem 30. Lebensjahr stand und keine erfolgreiche Unternehmerin war. Ich war eine schwangere Bloggerin. Glücklich schwanger, aber nicht glücklich Bloggerin. ich wusste ohnehin nicht wohin die Reise mit meinem Baby geht, also mit meinem echten Baby, denn als Mama-Bloggerin habe ich mich nicht so richtig gesehen. Ich wusste, dass ich meinem Kind eine andere Welt vermitteln möchte als die, in der es um Fotoshootings und Designerhandtaschen geht. Also nahm ich mir vor das anstehende Jahr der „Elternzeit“ als Findungs- und Orientierungsphase zu nehmen. Ich war Ende zwanzig, Mama, verheiratet, in einer Kleinstadtlebend. Ich war privat schon lange angekommen und beruflich nie so wirklich. Die Elternzeit entpuppte sich als Herausforderung. Meine persönliche Herausforderung. Es war ein ewiger Kampf mit mir selbst. Bin ich jetzt Bloggerin, oder nicht? Will ich meine Tochter zeigen, oder nicht? Kann ich das alles vereinbaren? Ich bloggte in dieser Zeit zwar weiter, aber wesentlich weniger als zuvor. Meine Tochter brauchte meine volle Aufmerksamkeit, es ging alles nicht so leicht von der Hand wie ich dachte. Sie schlief immer nur kurze Phasen und war viel wach, weshalb ich nicht ständig am Rechner sitzen konnte. Und eigentlich war das auch keine Schande, schließlich war ich in Elternzeit. Aber Stillstand konnte ich mir als Bloggerin nicht erlauben. Darüber hinaus stellte sich irgendwann die Frage, ob ich die Elternzeit überhaupt genießen konnte, wenn ich ständig auf der Suche nach dem perfekten Plan war, den es nicht gab. Natürlich konnte ich es nicht in dem Maße, in dem ich es mir gewünscht hätte. Ich machte es mir selbst leider etwas schwer und ich muss gestehen, dass ich es schon heute bereue. Aber ich blickte zu diesem Zeitpunkt wirklich neidisch auf all die Mamas in Angestelltenverhältnissen. Die wussten, dass sie nach einem Jahr in Teilzeit arbeiten. Zwanzig oder Fünfundzwanzig Stunden im Büro und ansonsten Mama. Und ich wusste einfach nicht wo meine Reise hinging und das hat mich gequält und sehr unruhig gemacht.

Ganze drei Wochen vor dem ersten Geburtstag meiner Tochter und zum Ende des besagten Jahres kam mein Mann nach Hause und erzählte mir, dass eine der schönsten Immobilien der Braunschweiger Innenstadt frei wurde. Und plötzlich machte es klick in meinem Kopf. Ein Concept Store. Mein eigener. War das etwas? In der Theorie hatte ich schon oft darüber nachgedacht. Ich hatte mich auf Messen auch schon zig mal bei Firmen umgehört. Das war etwas, was in Braunschweig fehlte. Und das war etwas, was all meine Leidenschaften vereint. Das wäre meine Selbstverwirklichung.

Die Ereignisse überschlugen sich. Der Vermieter zeigte Interesse und gab die Aussicht auf die Immobilie. Ich ging in die Planung. Allein würde ich das niemals schaffen, war der erste Gedanke. Gemeinsam mit meinem Mann spielte ich unzählige Konstellationen durch und überlegte nach einem geeigneten Partner für dieses Angehen. Wir führten Gespräche, hatten Ideen, und kurzerhand sprangen alle möglichen Partner ab. Aufgrund des Zeitdrucks, denn es war klar, dass der Laden innerhalb weniger Monate entstehen musste. Ich hatte zwei Wochen Zeit, bis ich dem Vermieter eine endgültige Zusage geben musste. Mein Mann riet mir zu diesem Zeitpunkt davon ab, weil er davon überzeugt war, dass das ohne Geschäftspartner nicht machbar sei. Und mein Kopf sagte mir: jetzt oder nie. In diesen Räumlichkeiten, oder gar nicht. Und so sagte ich zu. Allein.

Dann ging alles ganz schnell: einen Businessplan erstellen, damit zur Bank und so weiter. ich ging ein enormes Risiko ein, musste in die Planung gehen ohne endgültige Zusage der Bank. Weil die Zeit davon rannte und die Ware geordert werden musste und und und. Am 22. Oktober 2016, nach vier Monaten, eröffnete ich am Ziegenmarkt 5 in Braunschweig meinen eigenen Concept Store, den Hey Store. Auf 220 Quadratmetern verkaufe ich Damenkleidung, Herrenkleidung, Kindersachen, Interieur und allerlei schöne Dinge, die uns glücklich machen.

Es begann eine neue Reise, eine nicht weniger aufregende, nicht weniger anstrengende und nicht weniger nervenaufreibende Reise. Aber eine Reise, auf der ich eine innere Zufriedenheit habe. Eine Reise auf der ich stolz empfinde und das Gefühl habe, etwas geschaffen zu haben, etwas besonderes und etwas eigenes.

Es ist alles anders gekommen als geplant und auch das Leben als Einzelhändler ist kein romantisches. Es ist ein hartes Business, auch hier herrscht ein Konkurrenzkampf. Es ist kein Zuckerschlecken dieses Projekt als Mama zu bewältigen. Meine Tochter steht nach wie vor an erster Stelle, deshalb sind manche Dinge noch nicht so, wie sie sein sollen und es gibt immer noch viel Potential. Es ist ein Fulltimejob, den ich nach bestem Wissen und Gewissen erfülle. Ich verbringe die meisten Nachmittage als Mama und muss die fehlende Zeit im Laden dann an anderer Stelle aufarbeiten. Es ist eine tägliche Herausforderung, aber auch eine tägliche Freude. Die Verantwortung, die ich jetzt habe lastet jeden Tag 24 Stunden und sieben Tage die Woche auf meinen Schultern. Sie lässt mich manchmal schlecht schlafen und manchmal an die Zeit des Bloggers zurückdenken, die aus der Ferne wieder so viel einfacher aussieht. Und doch weiß ich, dass ich den richtigen Weg gegangen bin, denn heute bin ich glücklich über das, was ich geschaffen habe und damals war ich es nicht.

Das Bloggen habe ich nicht vorsätzlich aufgegeben. Es schlief ein, weil keine Zeit mehr dafür blieb. Ein geschlagenes Jahr quälte ich mich mit dem Gedanken, wie ich beides vereinbaren könnte, denn das war mein eigentlicher Plan. Der bisher nicht funktioniert hat. Nun ist es mir ein dringendes Bedürfnis mich zu Wort zu melden und zu sagen: Danke, dass ihr mir immer gefolgt seid, auch in den Hey Store. Danke für Euren Zuspruch und Eure Treue. Ich bin nicht weg, aber ich bin momentan nicht auf dem Blog. Ich komme vielleicht wieder. Aber vielleicht auch nicht. Ich bin unendlich dankbar für alles, was ich Dank Les Attitudes erlebt habe. Und vielleicht ist dies auch ein neuer Anfang, vielleicht hört ihr auch wieder öfter von mir. Ich lebe einfach weiter, mit meiner wundervollen Tochter und meinem Mann, das reale Leben mit allen Höhen und Tiefen. Und wenn es euch mal nach Braunschweig verschlägt, kommt doch mal vorbei. In den Hey Store. Ich freu mich auf Euch!

Alles Liebe,

Anne.

PS: und wenn ihr mehr vom Hey Store und vielleicht ein bisschen mehr Inspiration haben wollt, dann folgt doch meinem Store auf Instagram: @hey_store__

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8 Comments

  • Reply
    Claudia
    3. Januar 2018 at 10:55

    Da geht mir das Herz auf! So gut nachvollziehbar und vor allem finde ich es wunderbar ehrlich, dass du diesen Druck thematisierst, ganz vorn sein zu wollen, aber es nicht schaffen zu können. Das kann mürbe machen und überdeckt soviel von dem, was gut ist. Es ist mutig, eine Entscheidung zu treffen, die vielleicht erstmal unpopulär erscheint. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für dein Geschäft und den Weg, den du eingeschlagen hast.

  • Reply
    Kristin
    3. Januar 2018 at 13:24

    Hallo liebe Anne,

    toller Text – und ich kann das alles nachvollziehen – in dieser schnelllebigen und oberflächlichen Welt.
    Du hast mit deinem Hey-Store genau das richtige geschaffen.

    Ich habe eben noch einmal durch den Blog gescrollt und mich an die erste Zeit – als in Anfing Modeblogs zu verfolgen – erinnert. Du hattest und hast einfach den besten Style. :)

    Viel Erfolg weiterhin :)

    Liebe Grüße
    Kristin

  • Reply
    Tina
    3. Januar 2018 at 13:52

    Du hast alles richtig gemacht! Eine tolle, reife Entscheidung – Respekt!

    Ich hab deinen Blog sehr gern gelesen, aber genauso gern folge ich dir und deinem Store auf IG – und wenn ich mal in der
    Nähe bin, dann komme ich zum shoppen vorbei :-)

    Alles Gute und weiter so!!

    Liebe Grüße
    Tina

  • Reply
    Caro
    3. Januar 2018 at 14:28

    Anne, du hast hier in Braunschweig etwas ganz wunderbares geschaffen.

    Diese Entwicklung und deine ehrlichen Worte bewundere ich sehr und als langjährige stille Leserin kann ich dir nur viel Erfolg auf deinem weiteren Weg wünschen.
    Auf einem Weg in einer Welt, in der der Blog nicht an erster Stelle steht, in der du deinen Kunden in den vier Wänden des Hey Stores ein Lächeln auf die Lippen zauberst und in der du das Leben mit deiner kleinen Familie in vollen Zügen genießt.

    Bis bald
    Caro

  • Reply
    sarah-lena
    3. Januar 2018 at 15:23

    sehr schön geschrieben, liebe anne. zum schluss habe ich nun sogar etwas gänsehaut, weil ich gut nachempfinden kann, wie du dich fühlst und gefühlt hast. ich glaube, jede frau durchlebt ähnliche gedanken, wenn sie sich entscheidet, mama zu werden. ob in einem festen angestelltenverhältnis oder nicht. man hat träume, die man vielleicht nicht ganz aufgeben, aber definitiv neu sortieren und sich zuerst einmal einschränken muss. und in dieser schnelllebigen, anspruchsvollen gesellschaft ist das eben nicht mehr einfach, da man zuletzt auch seinen eigenen anspruch erfüllen möchte, der mM nach wahrscheinlich der größte druck aller ist.
    ich finde es super, wie du es geschafft hast, nun endlich vollends glücklich zu sein.
    wenn ich mal in braunschweig bin, komme ich auf jeden fall im hey store vorbei.
    dir auch alles liebe!

  • Reply
    Gina
    3. Januar 2018 at 17:58

    Hallo Anne,

    ein sehr schön geschriebener und interessanter Post !
    Ich denke, ich werde hoffentlich noch öfter im Hey Store sein ;)

    LG Gina

  • Reply
    Pia
    3. Januar 2018 at 20:25

    Toller Text, sehr mutige Entscheidung, bewundernswert!
    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Glück und Zufriedenheit mit dem Geschaffenen!

  • Reply
    feline
    5. Januar 2018 at 18:44

    Liebe Anne, aus deiner Sicht ist es nachvollziehbar.

    Ich habe aber zugleich auch ein paar Fragen: An was misst du den Erfolg einer Bloggerin? Dem Wikipedia Eintrag?
    Was ist für dich eine erfolgreiche Unternehmerin? Laut Finanzamt sind es doch eine ganze Menge Bloggerinnen – nicht nur Jessi. Die hat übrigens keinen Wiki Eintrag :-D Und ändert sich die Branche nicht alle paar Monate? Warst du mal Vollzeitbloggerin ohne andere Tätigkeiten? Ist Jessi für dich diejenige, weil sie aus der selben Anfangszeit stammt?

    Um direkt den Kommentare vorzugreifen, ich bin selbst keine Bloggerin und möchte auch keinen verteidigen. Was ist dieses geschafft? Für eine Bloggerin? Ist es nicht schön, wenn sich Leser in etwas wiederfinden, egal ob bekannter oder unbekannter Blog? Es gibt (Stand sogar noch 2010) 300.000 aktive Blogger in Deutschland – muß ich alle kennen?

    Ich bin nun seit Ewigkeiten Beraterin für diese Szenerie. Vieles finde ich seltsam, ich glaube aber auch, viele von ihnen sind wahre Buisness-Ladys. Nicht nur aus dem Bereich Mode. Denn es gibt da noch mehr. Auch Männer.

    Ich habe Respekt vor dem, was du dir erschaffen hast, es liest sich allerdings auch so, wenn du von „Stolz. (…) chronisch unzufrieden (…) immer bessere Blogger (…) schönere, jüngere und erfolgreichere (…).“, schreibst, als wäre es auch nie so ganz deins gewesen – weil du nicht gemacht hast, was du wirklich magst, auch wenn es nette Annehmlicheiten wahren, die einem da vor die Nase gehalten wurden. Nachvollziehbar, dass du dann aufhörst. Oder dir selbst den Druck nimmst.
    Wäre es deins gewesen, dann wäre es wohl egal gewesen, du hast dich jedoch immer in Konkurrenz gestellt.

    Oder wolltest du nicht so gesehen werden, wie das allgemeine Bild der Blogger ist? Oder das, was vielleicht du hast, wenn du schreibst: „Ich wusste, dass ich meinem Kind eine andere Welt vermitteln möchte als die, in der es um Fotoshootings und Designerhandtaschen geht (…). “
    Ist es das, was eine Mode Bloggerin ausmacht? Auch wenn du keine Mama Bloggerin sein wolltest, es gibt doch noch viel mehr, wenn du denn überhaupt bloggen wollen würdest. Ohne reduziert zu werden.

    Toll, dass du dich getraut hast, dich mit dem Laden in alles zu stürzen, was du noch nicht wusstest, toll, dass es so gut läufst und du etwas gefunden hat, was du mit ganzen Herzen liebst.

    Alles Gute, Feline

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